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16.04.2010

03 Sommerlicher Wärmeschutz


Von Architekt BDB Dipl.-Ing. FH Andreas Winter

Der sommerliche Wärmeschutz ist in unseren Breiten ein oft nicht beachtetes Thema. Mit dem Begriff Wärmeschutz wird üblicherweise der Schutz der Wohnräume vor der kalten Außenluft im Winter gemeint. Dass es aber auch umgekehrt geht, zeigt ein heißer Sommer. Während im Winter die Heizung, eine dicke Dämmung der Gebäudehülle und gut isolierende Fenster zum Schutz der Zimmertemperatur zur Hilfe herangezogen werden, ist der Sommerhitze anscheinend kein Kraut gewachsen. Viele Menschen sehen sich zum Teil ohnmächtig der sommerlichen Hitze ausgeliefert. Die so oft beschriebene wichtige frische Außenluft ist im Sommer so schwül, dass ein Luftaustausch nur in den frühen Morgenstunden möglich erscheint. Um dem entgegen zu wirken, versuchen Sie die Hauptursachen einer zu starken Überhitzung Ihrer Wohnräume zu lokalisieren. Sind die Fenster nach Süden oder Westen zu groß oder es fehlt an ausreichenden Verschattungsmöglichkeiten? Sie könnten z.B. den Dachüberstand Ihres Hauses verlängern, so dass die senkrecht stehende Sonne im Sommer Ihre Fenster gar nicht trifft. Oder Sie pflanzen einen Walnussbaum, der zwar im Sommer die Sonne abhält, aber im Winter die warmen Sonnenstrahlen durch seine blattlose Baumkrone zu Ihrem Haus hindurch lässt. Die bekannten Klassiker wie Jalousien, Markisen, Klappläden runden diesen sommerlichen Wärmeschutz ab. Helfen diese Maßnahmen trotzdem nur zum Teil, sollten Sie Ihr Haus zusätzlich von außen dämmen und als weiteren Schritt eine Wohnkomfortlüftung in Betracht ziehen.

Architektur- und Sachverständigenbüro Winter-Architektur.de